
Quelle: Fotolia.de
Eine “Stille SMS” ist keine Textmittelung im Lautlos-Modus, sondern ein Tool, mit dem unbemerkt ein Kommunikationsvorgang zwischen der nächstgelegenen Funkzelle und einem Handy erzwingt. Damit können Handys, das heißt oft auch die Besitzer oder Besitzerin dessen, geortet werden. Andrej Hunko, der Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke hat einen Anfrage an die Bundesregierung über genau diese “stillen SMS” gestellt. Seit 2006 haben die Bundesbehörden nämlich 1,7 Millionen Mal dieses Tool eingesetzt. Mit der Antwort des Bundesinnenministerium war Hunko aber nicht zufrieden und bezeichnete sie als bedenklich. Fünf Einrichtungen der Bundesrepublik haben die rechtlichen und technischen Möglichkeiten, die so genannten Stillen SMS zu versenden, so das Bundesministerium für Inneres. Das sind: die Bundespolizei, der Verfassungsschutz, das Bundeskriminalamt, der Zoll und der Militärische Abschirmdienst. Andrej Hunko meint, dass vor allm die steigende Zahl der Verwendungen der Stillen SMS beim Zoll lritisch zu sehen sei. Über das Bundesministerium der Finanzen untersteht der Zoll Wolfgang Schäuble. Seine Behörden haben, laut Hunko, schon in der ersten Hälfte von 2011 227.587 Stille SMS versandt. Das sind fast so viele, wie im gesamten vergangenen Jahr, 2010. Generell ist die Menge der Einsatz seit 2006 stetig gestiegen. Von Bundespolizei und von dem Militärischen Abschirmdienst gibt es überhaupt gar keine Statistiken. Der Gebrauch von diesen Behörden wurde ganz einfach nicht erhoben, so die Aussage des Bundesinnenministeriums. Das heißt natürlich, dass die tatsächliche Zahl der mit dem Spionage-Tool versandten Stillen SMS noch viel höher liegen kann, als durch die angegebenen Satistiken angegeben.
Schlagwörter: Andrej Hunko, Bundesregierung, Funkzeile, Handy, Kommunikation, Stille SMS
Dieser Eintrag wurde am 16.Dezember 2011 um 09:46 verfasst und gespeichert unter Computer.